Begleitprogramm

In der Atopie-Schule steht dem Patienten ein ganzes Krankenhausteam (Dermatologe, Kinderarzt, Allergologe, Psychologe, Krankenpflegepersonal, etc.) zur Verfügung, um spezifisch auf seine Problematik eingehen zu können:

 

  • Die Krankheit entdramatisieren
  • Die Krankheit und ihre Entwicklung verstehen
  • Genau verstehen warum eine Behandlung verschrieben wurde und diese befolgen
  • Die Bedeutung der Ratschläge genau verstehen und diese richtig einhalten: Lebensweise, Anwendung der Pflegesalbe
  • Alle Fragen stellen um im täglichen Leben besser mit der Krankheit umzugehen
     
Dermatologie-Abteilung - Saint Eloi Krankenhaus - Montpellier             Dermatologie-Abteilung - Caremeau Krankenhaus - Nîmes
 

Zwei Arten von Konsultationen werden angeboten: individuell bzw. in Gruppen mit einer Expertengruppe.

Individuelle Konsultation

Ein dreistufiges Begleitprogramm wird angeboten.

  • Erste Stufe: Aufbau einer Vertrauensbasis zwischen Patient und Arzt.
    Der Patient spricht über das, was er über die Krankheit weiß, wie er das Ekzem sieht, welche Behandlungen er bereits hatte, welche Probleme aufgetreten sind, wie sein Umfeld und seine Lebensbedingungen sind, wie er seine Zukunft sieht und was er sich von der Konsultation erwartet.
    Mit den gegebenen Antworten erstellt der Arzt anschließend eine "didaktische Diagnose". Dauer des Gesprächs rund 1 Stunde.
  • Zweiter Schritt: dem Patienten ein oder mehrere Ziele vorschlagen.
    Der Arzt schließt mit dem Patienten bzw. seinem Umfeld einen Art "Pakt" ab mit dem Ziel, den Patienten im Umgang mit genau festgelegten Punkten selbständig zu machen.
    Beispiel: bei einem fünfjährigen Kind, fähig sein sich selbst einzucremen.
    Beispiel: entzündliche Körperzonen erkennen und genau zeigen können.
  • Dritter Schritt: Bewertung
    Nach 4 Wochen findet im Rahmen eines Gesprächs eine "Bewertung" statt.
    Dabei wird der Patient begleitet und ihm geholfen, die anfangs festgelegten Ziele bis zum Ende seiner Behandlung einzuhalten.

Workshops

Im Rahmen der Begleitprogramme werden Workshops und Gesprächsrunden in Anwesenheit von Ärzten, Pflegepersonal und Psychologen mit durchschnittlich 6 Personen organisiert.
Dort haben die Patienten die Möglichkeit frei über die Krankheit, ihre Befürchtungen und ihren Alltag zu sprechen.
Den Patienten werden Lernunterlagen und Merkblätter zur Verfügung gestellt, und es werden Rollenspiele veranstaltet. Die didaktischen Workshops sind für sie ein wunderbarer Lernansatz und ein perfekter Ort des Austausches von Wissen und Erfahrungen.