Schweres bzw. ausgedehntes Ekzem beim Kind: Probieren Sie die „Umhüllungstechnik“

Mo, 19/12/2016 - 12:15
Schweres bzw. ausgedehntes Ekzem beim Kind

Von Dr. Jacques ROBERT

Kinderarzt-Allergologe

Patientenbildung bei Atopischer Dermatitis

Krankenhauszentrum Lyon Sud

Bei der Umhüllung wird wenn nötig eine Creme oder eine Mischung aus Cremes auf dem gesamten Körper des Kindes angewendet und anschließend durch Baumwoll- oder Jerseykleidung geschützt. Eine im Krankenhaus angewendete Technik auch für zuhause.

Die Behandlung in drei Schritten: 

  1. Duschen, sich mit einem Handtuch abtupfen ohne zu reiben                            
  2. Eine topische Behandlung anwenden, meist eine Mischung aus einer feuchtigkeitsspendenden Pflegesalbe und einem Dermokortikoid auf trockener und offener Haut
  3. Mit Baumwoll- oder dehnbarer Jersey-Unterwäsche schützen

Praktische und finanzielle Aspekte:

  1. Mit Zustimmung des Arztes die Pflegesalbe und das Dermokortikoid im Verhältnis 1-1 (halbe - halbe) vor der Anwendung in einem Gefäß mischen. Manchmal muss bei der ersten Anwendung eine gesamte Tube Dermokortikoid angewendet werden. Hierbei handelt es sich um eine lokale Anwendung. Die in der Tube enthaltene Kortisonmenge ist daher niedriger als die in einer 20mg Tablette! Im Laufe der Tage nimmt die notwendige Menge durch Abheilen der Läsionen ab.
  2. Anschließend kann man die Cremeschicht mit Baumwollunterwäsche des Kindes schützen. In der Apotheke gibt es mehrere Modelle dehnbarer Jersey-Schlauchware die sehr praktisch und waschbar ist und speziell für diese Therapie und die Morphologie von Kindern entwickelt wurde. Unter den erhältlichen Modellen verschiedener Größen (von Baby bis Erwachsene) werden manche auf Rezept verschrieben und zurückerstattet, z.B.: Tubifast® mit gelbem, blauem oder grünem Rand.
  3. Behandlung eher am Abend vor dem Schlafengehen durchführen.

Man muss bis zum vollständigen Verschwinden der Läsionen behandeln.

Gehen Sie wenn möglich eine Woche nach Beginn der Behandlung zu Ihrem Arzt. Verlieren Sie nicht den Mut. Die Tatsache, dass es Ihrem Kind besser geht, wird Ihnen dabei helfen. Sein Lächeln wird Ihnen beweisen, dass das was Sie tun ihm guttut.